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Wie kann mein Unternehmen durch Social Media produktiver werden?
Social Media, das ist nicht nur Facebook, Twitter und Co. Und: Social Media muss keine Zeitverschwendung sein. Lesen Sie im Kollaborateure-Blog, wie Unternehmen Ihre Produktivität und Zusammenarbeit Ihrer Mitarbeiter durch Social Media im Unternehmen steigern.
Was jeder Twitter-Nutzer über Apps wissen sollte: sie haben die volle Kontrolle über Deinen Account
Wer Twitter über irgendetwas Anderes als die Twitter.com-Webseite benutzt -- also wohl fast alle von uns -- kennt das Genehmigungsformular, mit dem man anderen Webdiensten und Apps den Zugang zu seinem Twitter-Account erlaubt. Dieses Formular war bis vor kurzem sehr kurz und knapp gehalten (Screenshot am Ende des Artikels). Für unbedarfte Nutzer wurde dabei gar nicht deutlich, dass sie mit einem Klick auf "Allow" (bzw. "Genehmigen") der App (oder dem Webdienst) vollen Zugriff auf den eigenen Twitter-Account gaben.
Twitter hat jetzt nachgebessert und das Formular um einige Informationen ergänzt. Leider fehlen immer noch die wichtigsten Angaben (siehe unten). Die Neuerungen sind:
- Detailierte Auflistung, was durch die Genehmigung erlaubt wird (Tweets von der eigenen Timeline lesen, Follower einsehen usw.)
- Deutlicher Hinweis, dass das Twitter-Passwort geheim bleibt.
- Zusätzlicher Hinweis am oberen Rand, der ebenfalls noch mal erwähnt, dass die App (oder der Webdienst) keinen Zugriff auf das Passwort erhält.
- Ein (leider viel zu kleiner) Hinweis darauf, wo man die Genehmigung wieder entziehen kann, nämlich in den Profileinstellungen oder einfach unter https://twitter.com/settings/applications.
- Logo und Beschreibung der eigentlich App, der man den Zugriff erlaubt. Unverständlich ist für mich, warum die dort angezeigten Links nicht klickbar gemacht wurden sondern lediglich als Text auftauchen.
Was das neue Formular nicht erwähnt
Auch wenn diese Neuerung durchaus erfreulich ist, so fehlen doch weiterhin ein paar ganz wesentliche Informationen: Die Liste (1), was die App anschließend kann und was nicht, ist nämlich ganz und gar unvollständig. Eine App kann nämlich nicht nur die (ohnehini öffentlichen) Followerlisten lesen sondern im Namen des Nutzers und ohne sein Zutun
- anderen Nutzern folgen
- Nutzern entfolgen
- Nutzer blockieren / entblocken
- Nutzer als Spammer melden
- DMs verschicken
- Listen verwalten (anlegen, löschen, ändern)
- das Profilfoto ändern
- usw.
Noch mal ganz deutlich: eine App kann alles, was man selber auch machen kann!
Das sollte einem also auf jeden Fall klar sein: Eine authorisierte App, d.h. eine App, der man den Zugriff auf das eigene Twitter-Konto gibt, kann alles das tun, was man selber auch kann. Nur schneller und ohne dass man es merkt. Es gibt nur eine Ausnahme: Eine App kann keiner anderen App den Zugang zu einem Twitter-Account geben. Dafür sind wir Nutzer dann also doch noch zu gebrauchen. :)
Passwort ändern genügt nicht!
Apps behalten auch nach der Änderung den Zugriff auf den Account. Wer selber noch einmal prüfen möchte, welche Apps zur Zeit Zugriff auf sein Konto haben, kann dies unter https://twitter.com/settings/applications. Neben jeder App ist ein Button über den man den Zugriff deaktivieren kann. Damit unterbindet man für diese App den Zugriff auf das Konto. Wenn man versehentlich eine App deaktiviert, ist das kein Problem: sie wird beim nächsten mal einfach erneut um Genehmigung nachfragen.
Der Vollständigkeit halber hier noch mal zum Vergleich die alte Genehmigungsseite. (Ich habe es über die Google-Suche auf diesem Blog gefunden):


2 Kommentare
Also so dramatisch finde ich
Also so dramatisch finde ich es nicht. Da es eine API ist finde ich es nur logisch das alles möglich ist. Aber gehe ich als softwareentwickler auch anders an solche dinge herran. Was Twitter aber wirklich tun könnte wäre die möglichkeit im Profil einige API funktionen blocken zu können.
Entwicklersicht vs. typische Onliner
Hi Kevin,
danke für Deinen Kommentar! Ich kann das aus Sicht eines Entwicklers völlig nachvollziehen, dass Du dieses Sicherheitsproblem nicht spektakulär findest.
Aber frag mal in Deinem Bekanntenkreis unter den Nicht-Entwicklern rum, wer von denen sich über die Konsequenzen bewusst ist, wenn sie eine App freischalten. Die meisten werden einfach davon ausgehen, dass das ungefährlich ist und Twitter irgendwelche Sicherheitsmaßnahmen eingebaut haben wird.
Dass Twitter keine Sicherheitsmaßnahmen eingebaut hat wissen wir Entwickler vielleicht. Ich kenne aber erfahrene Onliner, die sich darüber nicht im Klaren sind. Und ich gebe Dir recht: Twitter sollte den Nutzern mehr Kontrolle geben -- und die jetzigen Möglichkeiten der Kontrolle deutlicher hervorheben. Der neue Dialog ist da ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Liebe Grüße, Stefan